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GPS-Ge­nau­ig­keit

Das Glo­bal Po­si­tio­ning Sys­tem (kurz GPS) ist ein welt­weit ver­füg­ba­res Na­vi­ga­ti­ons­sys­tem. Es er­mög­licht eine re­la­tiv ge­naue Po­si­ti­ons­be­stim­mung. Vie­le Ge­rä­te un­ter­stüt­zen das Sys­tem und emp­fan­gen die GPS-Da­ten der Sa­tel­li­ten. So er­rech­nen die Ge­rä­te die X/Y-Ko­or­di­na­ten und auch die Höhe. Die er­rech­ne­ten Ko­or­di­na­ten so­wie die Hö­hen­an­ga­ben sind im­mer un­ge­nau. Die Ge­nau­ig­keit hängt von vie­len Fak­to­ren ab, ins­be­son­de­re die freie Sicht in den Him­mel, Ge­bäu­de, Tä­ler, Bäu­me, Wol­ken, Schnee so­wie der Qua­li­tät des Emp­fän­gers.

Ich nut­ze seit lan­gem ein ex­tra ro­bus­tes Smart­phone zum Na­vi­gie­ren. Es war mir im­mer klar, dass das ein­fa­che “Wan­der­han­dy” von Black­view nicht ge­nau ist und so habe ich mir zum Auf­zeich­nen von Stre­cken zu­sätz­lich ein klei­nes Gar­min Na­vi­ga­ti­ons­ge­rät ge­kauft. Nun woll­te ich Mal die Ge­nau­ig­keit bei­der Ge­rä­te ver­glei­chen und bin ca. 6 km durch Flur & Wald ge­gan­gen. In der ei­nen Ja­cken­ta­sche das klei­ne Gar­min, in der an­de­ren Ta­sche das gro­ße Black­view.

Laut ko­moot soll­te die Wan­de­rung 5,91 km lang sein und 80 Hö­hen­me­ter ha­ben. Das Bild zeigt die bei­den auf­ge­zeich­ne­ten Tracks. Das Gar­min hat 5,93 km ge­mes­sen und liegt da­mit sehr nah an der ge­plan­ten Di­stanz von 5,91 km. Das Black­view zeig­te für die glei­che Stre­cke un­glaub­li­che 7,21 km an.

Wel­che Da­ten sind nun kor­rekt? Ich neh­me an, dass das Gar­min we­sent­lich ge­nau­er ar­bei­tet, denn die auf­ge­zeich­ne­ten Ko­or­di­na­ten sind we­sent­lich “ru­hi­ger” und fol­gen meis­tens dem Weg auf der Kar­te. Die Ko­or­di­na­ten vom un­ge­nau­en Black­view sprin­gen hin und her und sind oft “off-road”. Da­durch wird eine län­ge­re Stre­cke er­rech­net als tat­säch­lich ge­gan­gen wur­de.

Mein Fa­zit: Die auf­ge­zeich­ne­ten GPS-Da­ten sind nicht so ge­nau wie man ger­ne an­nimmt. Das güns­ti­ge “Wan­der­han­dy” ist gut für die Ori­en­tie­rung und ei­nen Blick auf die Kar­te. Die zu­rück­ge­leg­te Stre­cke soll­te je­den­falls mit dem Gar­min auf­ge­zeich­net wer­den. Ich neh­me an, dass vie­le ko­moot-Nut­zer ihre Stre­cken mit ei­nem Smart­phone auf­zeich­nen und in ih­ren Pro­fi­len et­was “schum­meln”, da die hoch­ge­la­de­nen Tracks un­ge­nau sind und mehr Ki­lo­me­ter an­zei­gen als tat­säch­lich ge­lau­fen oder ge­ra­delt. Mit be­son­de­rer Vor­sicht soll­te man die Hö­hen­an­ga­ben der Ge­rä­te be­trach­ten. Hier ist die Ge­nau­ig­keit noch viel schlech­ter als bei den X/Y-Ko­or­di­na­ten.

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